Achtsam im Augenblick

Wie oft hört und liest man die Schlagzeile: "Lebe im Augenblick!", "Sei achtsam!", "Bleibe mit der Aufmerksamkeit bei dir!".
Mit dem Verstand ist uns allen klar, was damit gemeint ist, die Umsetzung verursacht schon eher Schwierigkeiten, sind wir doch allzu abgelenkt von hunderten Einflüssen rund um uns.

HSPs sind diesen Reizen aus der Außenwelt noch um ein Vielfaches mehr ausgesetzt, und kaum etwas fällt ihnen schwerer, als dann bei sich zu bleiben. Das wäre aber der ideale und erdende Zustand für sie, dann machen die Reize auch kaum was aus.


In einem Vortrag über Hochsensibilität habe ich den wirklich guten Vergleich gehört, wenn eine HSP mit all ihren Sinnen beim Gegenüber ist, das Gegenüber aber ebenfalls bei sich, dann ist letztendlich niemand zuhause bei einem selbst. Fand ich großartig, das bringts auf den Punkt. Wenn niemand bei mir daheim ist, wer soll sich dann um mich kümmern?

Es gibt unzählige Übungen, die die Achtsamkeit schulen und man die Aufmerksamkeit zu sich zurückholen kann, aber für viele muss man einige Zeit aufwenden, die man im Alltag oft nicht hat. 

Ich habe eine entdeckt, die ganz einfach geht, nicht viel Zeit in Anspruch nimmt und sicher auch ganz gut im "Reiznotfall" wirkt. 
Hier will ich sie euch vorstellen:

Schließe deine Augen und atme einige Male tief durch, am besten mit Sohlenkontakt auf dem Boden. Dann benenne im Geiste 5 Dinge, die du sehen kannst, 4 Dinge, die du hören kannst, 3, die du fühlen kannst, 2 , die du riechen kannst und 1, das du schmecken kannst.
Damit erdest du deinen Geist, der in alle Richtungen seine Antennen ausfährt, holst ihn in deinen eigenen Kopf zurück, denn es ist nicht möglich, die Übung auszuführen und gleichzeitig ganz woanders zu sein.
Es wird wie eine kurze Meditation "light" auf deinen Geist wirken, sozusagen Power Napping. 

Ausprobieren, genießen oder auch sogar mal einen "Sinnesrausch" abfedern! :) 

 

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